HANNAH RAUẞ

Visual Communication
Designer  |  Hamburg

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hannah @ rauss . net

Sonntagsprojekt, UpdateDeutschland Hackathon, Veranstaltungen

Genau vor einer Woche startete der #UpdateDeutschland-Hackathon, der Nachfolger des #WirVsVirus (März 2020). Natürlich konnte ich mich der Energie und Motivation auch dieses Mal nicht entziehen. Lasst mich kurz generell meine Gedanken zu (digitalem) Ehrenamt, Social Startups und Hackathons schreiben.

Ich liebe es einfach mit Menschen zusammenzuarbeiten, die voller Überzeugung etwas bewegen wollen, eine gemeinsame Vision haben und allem „Ach was soll das denn bringen?“- und „Das wird doch eh nix“-Zweiflern zum Trotz gemeinsam Projekte auf die Beine stellen. Auch so schon. Mit und ohne Ehrenamt.

Wenn sich ein Ehrenamt zur Abwechslung in einem Digitalisierungskontext bewegt, also nicht bedeutet einen Spielplatz in Stand zu halten oder eine Jugendgruppe zu leiten, entsteht für mich eine komplett neue Dynamik. Auch, wenn ich die anderen Ämter nicht weniger liebe, ist es einfach perfekt, wenn sich Beruf, Hobby, Ehrenamt und aktuelles Euphorie-Thema wie Puzzlestücke zusammenfügen. Zusätzlich ist es auch noch auf einer ganz anderen Ebene fordernd, sich in der eigenen Bubble zu engagieren, während man bei anderen Ehrenämtern oft außerhalb der Selbigen unterwegs ist — was natürlich nicht minder wichtig ist.

Der Hackathon bedeutet also eine intrinsisch hochmotivierte, etwas bewegen wollende, riesige Masse von Produkt Designer:innen, Developer:innen, Projektmanager:innen, Content Creator:innen etc., um sich zu haben, die, zusammen gebracht mit Menschen, die inhaltlich tief in den Handlungsfeldern stecken, für die man Lösungen schaffen möchte, eine perfekte Umsetzungs-Konstellation ergeben. Das setzt eine unglaubliche Energie frei und ermöglicht ein Überspringen von vielen anfänglichen Findungs-, Orientierungs- und Netzwerkphasen. 5 von 5 Sterne!

Und damit zurück zum #UpdateDeutschland-Hackathon. Wollte ich mich anfänglich noch vor allem auf der organisatorischen Seite bewegen (als „#WirVsVirus-Alumni“ ergab sich diese Gelegenheit), wurde ich schon direkt am Freitag Abend von der Motivationswelle in meinem Team mitgerissen. Das Besondere war, dass ein kleiner Teil des Teams aus einem Projekt des letzten Hackathons kam (wir-bleiben-liquide.de), damit schon unglaublich strukturiert und mit einer klaren Vision den Kern bildete und es zudem schafften eine ganze Menge wahnsinnig fähiger, talentierter Menschen für diese Vision zu begeistern.

Die perfekte Mischung aus allen Rollen (PM, Entwicklung, Design, BWL, Marketing, Content, Kommunikation, Sales), aber auch in der Verteilung von Senior- und Junior-Leveln. Dass sich dieses Team so gefunden hat, ist immer noch etwas unwirklich für mich. Das Großartige an Hackathons ist auch, sich anzuschauen, wie in so kurzer Zeit und unter einem dermaßen hohen Stresslevel (Zeit) Teambuilding abläuft, sich Rollen herauskristallisieren, wer und auf welche Art und Weise Krisen durchhält. Ich finde das immer sehr lehrreich.

Und das Schöne ist, es bleibt spannend! Denn auch dieser Hackathon geht direkt in eine Umsetzungsphase über. Es geht also jetzt erst richtig los und die Organisatoren setzen alle ihnen zur Verfügung stehenden Hebel in Bewegung, um den Projekten die Partner:innen, Initiativen und Mittel zur Seite zu stellen, die dem Projekt helfen, möglichst schnell Menschen zu erreichen und nutzbar zu sein. Tolle Sache! Mehr muss ich an dieser Stelle nicht mehr schreiben, glaube ich. Ich freue mich sehr auf das, was nun alles bevorsteht. Das wird mindestens genauso großartig!

Im nächsten Blogpost erzähle ich euch mehr über unser Projekt. Oder ihr
👉 schaut euch UpState Deutschland schon jetzt genauer an
👉 klickt euch hier durch den UpState Prototyp.

Das UpState-Team:
Rüdiger Weimer, Tim Moritz Paulsen, Timon Wolny, Birte Zöllner, Isabelle Schmit, Annett-Katrin Wohlgemuth, Valentin Tribula, Gudrun Mildner, Claudio Kusnitzoff, Dennis Breitling, Bea Kusnitzoff, Ulrike Otto, Daniel Schleindlsperger, Fabian Wolff, Christiane Weber, Abbas-Al-Kaisi, Sandra Brockhof, Ammon-Mino Stretz, Shéhérazade Benzerga, Felix Mildner

Logo Design, Veranstaltungen, Workshops / Seminare

Im #WirFuerSchule-Hackathon wurden heute über 200 Projekte eingereicht. 🙌

Ich habe einige Teams begleiten dürfen und möchte hier dieses besonders hervorheben:

Die Schule als StartUp

Ein extrem gut eingespieltes Team voller Begeisterung, das ein umfangreiches Konzept für „Die Schule als StartUp“ auf die Beine gestellt hat! Das Modell, das das Team entwickelte, ist sofort umsetzbar, beliebig multiplizierbar, skalierbar und erweiterbar.

„Wir wollen die alte Welt der Schule mit der neuen Welt des Lebens und des Arbeitens verbinden, indem wir von StartUps lernen. Digitalisierung trifft persönliches Miteinander.“

👉 Zum Pitch-Video
👉 Zur Konzept-Präsentation
👉 Zum Dev-Post

Und hier noch einige Auszüge aus der Konzept-Präsentation. 💛🚀

Veranstaltungen, Workshops / Seminare

Im #WirFuerSchule-Hackathon werde ich als Coach die Teams unterstützen. Vor allem in den Themen Design Thinking, UI/UX Design und Agiles Arbeiten! 👩🏼‍💻

Der #WirFuerSchule ist ein bundesweiter Hackathon vom 8.-12.6.2020 unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär sowie der Kultusministerkonferenz.

Veranstaltungen, WirVsVirus Hackathon

Genau eine Woche nach dem #WirVsVirus-Hackathon-Wochenende wurden am Sonntag die 20 Projekte vorgestellt, die von der Jury als „besonders relevant und vielversprechend“ bewertet wurden. Ayouto war leider nicht dabei! Najaaaa, nagut! Natürlich wollen wir trotzdem gleich weitermachen! Was aber wirklich schade ist: Auch kein anderes Projekt aus unserer Kategorie „Mental Health“ wurde gekürt, vielleicht lag der Fokus der Jury also nicht gerade auf dieser Thematik. Hier ist die Youtube Playlist mit den Videos der 20 gekürten Projekte.

Was diese 20 Projekte durch die Platzierung gewinnen? Einen Platz im Solution Enabler Programm. Was das genau ist, schreibe ich gleich nochmal genauer. Das spannende ist, dass sich alle 1.480 anderen Projekte, die es nicht unter die Top 20 Projekte geschafft haben, für einen Platz bewerben können. Und eine Woche später dürfen wir dann auch feiern: Wir sind eins von insgesamt 130 Projekten, die Teil des Solution Enabler Programms sind. Der Oberknüller!!

Der erste Solution Enabler Update Call mit 330 Teilnehmer*innen (und Dorothee Bär!):

Der Solution Enabler ist ein Umsetzungsprogramm, um die Projekte bestmöglich zu unterstützen. In Form von wöchentlichen Sprints, Update Calls, Themen-Calls/Workshops und individuellen Coachings werden die Projekte unglaublich gepusht, um sie so schnell und so gut wie möglich auf die Straße zu bringen.

In den wöchentlichen 1,5-stündigen Update-Calls sind Pat*innen mit in den Kleingruppen, die Expert*innen in genau den Handlungsfeldern sind, die das Projekt betreffen und die mit Rat und Netzwerk weiterhelfen. Es wird sich um immer neue Fördertöpfe und Stipendien gekümmert, damit möglichst viele Projekte finanzielle Unterstützung bekommen. Jeder Punkt für sich ist so eine großartige Unterstützung und in der Masse wirkt es sich wie ein Turbo-Boost auf das Projekt aus. Richtig richtig nice, was in diesem Programm seitdem auf die Beine gestellt wurde.

Die Themen-Calls finde ich neben den Update-Calls besonders hilfreich und spannend, denn so leicht (und kostenlos) kommt man ansonsten nicht an die Expert*innen ran, die diese halten. Allen voran „Quantitative Nutzer Interviews / UX mit Google UX Experten“ und „B2B Marketing“ und „Finanzierung (Social Impact Investing / Venture Capital)“. Richtig gut! Hier ein Screenshot aus einem Update-Call, der auf die Themen-Calls/Workshops der kommenden Woche hinweist ✨:

Und damit dieser Post nicht zu lang wird, erzähle ich euch beim nächsten Mal, wie ein Update Call meist abläuft und welche Tools genutzt werden, um diese Calls mit 150-350 Nutzern eigentlich ziemlich effizient zu gestalten. 👩‍🚀

Sonntagsprojekt, Veranstaltungen, WirVsVirus Hackathon

Freitag, der 20. März – Start des Hackathons #WirvsVirus

Der Freitagabend begann mit einem Youtube Live Video und einer Einladung zu einem Slack-Workspace. Als ich dort ankam, waren dem Workspace bereits 20.000 User beigetreten und es wurden im Sekundentakt mehr. Am Ende waren wir über 44.000 Leute. Im Browser funktionierte das wohl nicht mehr ganz so flüssig, aber in der App ging es total in Ordnung. Faszinierend.

Neben den offiziellen Channels, wie „0_ankündigungen“, „0_offene_fragen“ und „0_ressourcen“ etc., gab es eine riesige Liste an Channels zu den Projektvorschlägen. Ach ja, die Projektvorschläge. In einer Excel-Tabelle wurden unter 58 Kategorien nochmal jeweils um die 20 vorausgewählten Projektvorschläge bestimmt. Unfassbar viele Projekte. So sah das für nur eine Kategorie aus:

Ich ging die 58 Kategorien durch und schickte meine Vorauswahl an meine Familie im Telegram Chat. Mal sehen, für was sie sich entscheiden würden:

e-Learning: Wie können wir Weiterbildungsmöglichkeiten/Online-Learning anbieten?
Gesellschaftliche Fragen: Wie können wir Corona für die Lösung größerer gesellschaftlicher Fragen nutzen?
Lebensmittel-Matching: Wie können alle BürgerInnen mit Lebensmitteln versorgt werden?
Lokale Unternehmen: Wie können wir lokale Unternehmen fördern und vor der Insolvenz bewahren?
Mental Health: Wie decken wir auch psychologische Betreuung auf digitalem Wege ab?
Verteilung von Helfern: Wie kann eine sinnvolle Verteilung von freiwilligen Helfern ermöglicht werden?

Ok, bei einem großen Bruder, der Kinder- und Jugendpsychotherapeut ist, fiel die Wahl natürlich auf die Kategorie „Mental Health“. Wie alle Kategorien war diese im Slack in mehrere Channel eingeteilt (a, b, c, d. Kein Witz). Pro Channel gab es nochmal jeweils eine eigene Excel Tabelle mit Projekten. Also alle Excel-Tabellen durchschauen und sich in die Projekte reindenken – Möchte ich da mitmachen?

Letztendlich entschied ich mich für das Projekt von ElmasOnline Health Coaching for everyone – Durch Psychologen (Qualifikation) werden Online Coachings angeboten, die von Krankenkassen bezahlt werden“ des Channels „1_018_b_mental_health“. Ähm ja, soweit, so verwirrend. Ein ausschlaggebende Punkt war unter anderem, dass sich nur in dieser Excel-Tabelle des Mental-Health-b-Channels alle mit Namen und Rolle eintrugen. Die Listen der anderen Channel waren so aufgebaut, dass nur die Namen reingeschrieben wurden und ob Melanie, Tobias und Udo noch eine Designerin brauchten, war mir dort nicht so klar.

Ein weiterer großer Vorteil war, dass Nike direkt einen neuen Slack-Workspace aufsetzte und den Link in die Excel-Tabelle hinter unsere Namen setzte. So konnte sich unsere Projektgruppe in einem eigenen kleinen Workspace erstmal finden und organisieren.

Die Orientierung durch die Organisationsstrukturen, das Durchsehen der vielen Excel-Listen, das Einlesen in die unzähligen Projekte, die Channel-Übersicht verstehen und wieder dort durch die Excel-Listen schauen, das alles dauerte seine Zeit und es war schon weit nach 1 Uhr, als klar war, dass ich mein Projekt gefunden habe, an dem ich dieses Wochenende arbeiten würde. Weiter geht’s bald im nächsten Teil!

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