HANNAH RAUẞ

Visual Communication
Designer  |  Hamburg

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hannah @ rauss . net

Sonntagsprojekt, WirVsVirus Hackathon

print4life ist live! Wir freuen uns riesig, ab jetzt in die öffentliche Beta-Phase einzusteigen und hoffen, dass alles so glatt läuft, wie im Testbetrieb.

Herzlich willkommen auf print4.life!

Corporate Design, Sonntagsprojekt, WirVsVirus Hackathon

Am Montagabend, der Hackathon war noch keine 24 Stunden her, bot ich via Twitter einem weiteren Projekt des Hackathons meine Hilfe an. Ich sah in ihrem Video ein Anmelde-Formular und es kribbelte mir in den Fingern, weil sie ein so wichtiges Thema bearbeiteten und man das Formular mit wenigen Änderungen so viel benutzerfreundlicher machen könnte. Und weil der Header auf der Landingpage einen Verlauf von Tiefschwarz zu Knallweiß hatte. Und weil das Bildmaterial sehr technisch dargestellt war.

Bei print4life geht es um eine Verwaltungsplattform, die Maker (3D-Druck-Menschen) und Institutionen mit dringendem Hilfsgüter-Bedarf zusammenbringen. Und zwar digitalisiert, nicht händisch oder in Google Docs, wie es derzeit versucht wird zu handhaben und zu organisieren. In meiner Familie gibt es auch einen leidenschaftlichen Hobby-Maker mit eigenem 3D-Drucker im Keller. Alle „Hannah-macht-bei-einem-Hackathon-Projekt-mit“-Vorraussetzungen erfüllt, würde ich sagen.

Knappe zwei Wochen später – ich hatte es eigentlich schon abgehakt – lud mich Natascha auf den Discord-Server des FabLab Lübecks¹ ein, wo sich das print4life-Team organisierte². Dort wurde ich ganz lieb im Team aufgenommen und besprach gleich mit Ian und Martin, was es zutun gibt. Ja, und dann legte ich los und stellte unangenehme Design-Grundsatzfragen: 👩‍💻 Muss es wirklich Lato sein? 👩‍💻 Hängt hier jemand sehr an dem technischen Bild des 3D-Druckers? 👩‍💻 Wann steht das Logo fest? 👩‍💻 Ist es SEO-technisch schlau „print4life“ zu heißen? 👩‍💻 Wollt ihr den Namen nicht lieber ändern? [ … ] – Sie warfen mich nicht wieder raus!

Auch in diesem Projekt musste es natürlich sehr, sehr schnell gehen. Mit dem Alpha-Release-Datum im Nacken drehte ich das Design in Windeseile nochmal komplett auf links. Ich entschied mich für den Logo-Entwurf von Marcel, passte aber die Schriftmarke entsprechend an. Teil der Grundidee war, dass die Farbe Grün für die Maker stehen sollte und das Rot für die Institutionen. Vorher war das Layout sehr Maker-lastig (sehr grün). Eine dritte, neutrale Farbe wurde gesucht, wenn man weder die Maker, noch die Institutionen ansprechen wollte, und ich entschied mich für ein gedecktes Blau, das zum Dunkelblau der dritten FabLab-Farbe passt (, die die Schriftfarbe wurde). So entstanden letztendlich die drei nahezu ranggleichen Farben Grün (Maker), Rot (Institutionen) und Blau (print4life / Plattform), viel Weiß und helles, weiches Grau und das Dunkelblau, das keinen so harten Kontrast abgab, wie das vorherige Schwarz-Weiß.

Hier ist eine Übersicht des Mini-Corporate-Designs im Vergleich und weiter geht es dann bald im nächsten Post über das Layout im Vergleich zum Layout vorher. Bis dann! 👋

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¹   Das FabLab Lübeck ist eine offene High-Tech-Werkstatt. » Zur Website des Vereins

²   Generell war es natürlich eine ganz andere Geschichte, in ein bestehendes und schon vorangeschrittenes Projekt zu gehen, bei dem sich das gesamte Team aus einem bestehenden Verein heraus gegründet hat, sich schon lange und auch persönlich kennt, als bei Ayouto, wo das Projekt von 0 startete und sich jeweils maximal zwei Leute untereinander kannten. Während wir uns bei Ayouto im Slack organisierten und in Zoom-Calls über Video besprachen, läuft die Kommunikation bei print4life über Discord-Chats und Discord-Sprach-Channels ab. Funktioniert beides gleich gut. Dafür habe ich diesmal die Möglichkeit Vorher-Nachher-Bilder zu zeigen. 😊

Unter Menschen / Veranstaltungen, WirVsVirus Hackathon

Genau eine Woche nach dem #WirVsVirus-Hackathon-Wochenende wurden am Sonntag die 20 Projekte vorgestellt, die von der Jury als „besonders relevant und vielversprechend“ bewertet wurden. Ayouto war leider nicht dabei! Najaaaa, nagut! Natürlich wollen wir trotzdem gleich weitermachen! Was aber wirklich schade ist: Auch kein anderes Projekt aus unserer Kategorie „Mental Health“ wurde gekürt, vielleicht lag der Fokus der Jury also nicht gerade auf dieser Thematik. Hier ist die Youtube Playlist mit den Videos der 20 gekürten Projekte.

Was diese 20 Projekte durch die Platzierung gewinnen? Einen Platz im Solution Enabler Programm. Was das genau ist, schreibe ich gleich nochmal genauer. Das spannende ist, dass sich alle 1.480 anderen Projekte, die es nicht unter die Top 20 Projekte geschafft haben, für einen Platz bewerben können. Und eine Woche später dürfen wir dann auch feiern: Wir sind eins von insgesamt 130 Projekten, die Teil des Solution Enabler Programms sind. Der Oberknüller!!

Der erste Solution Enabler Update Call mit 330 Teilnehmer*innen (und Dorothee Bär!):

Der Solution Enabler ist ein Umsetzungsprogramm, um die Projekte bestmöglich zu unterstützen. In Form von wöchentlichen Sprints, Update Calls, Themen-Calls/Workshops und individuellen Coachings werden die Projekte unglaublich gepusht, um sie so schnell und so gut wie möglich auf die Straße zu bringen.

In den wöchentlichen 1,5-stündigen Update-Calls sind Pat*innen mit in den Kleingruppen, die Expert*innen in genau den Handlungsfeldern sind, die das Projekt betreffen und die mit Rat und Netzwerk weiterhelfen. Es wird sich um immer neue Fördertöpfe und Stipendien gekümmert, damit möglichst viele Projekte finanzielle Unterstützung bekommen. Jeder Punkt für sich ist so eine großartige Unterstützung und in der Masse wirkt es sich wie ein Turbo-Boost auf das Projekt aus. Richtig richtig nice, was in diesem Programm seitdem auf die Beine gestellt wurde.

Die Themen-Calls finde ich neben den Update-Calls besonders hilfreich und spannend, denn so leicht (und kostenlos) kommt man ansonsten nicht an die Expert*innen ran, die diese halten. Allen voran „Quantitative Nutzer Interviews / UX mit Google UX Experten“ und „B2B Marketing“ und „Finanzierung (Social Impact Investing / Venture Capital)“. Richtig gut! Hier ein Screenshot aus einem Update-Call, der auf die Themen-Calls/Workshops der kommenden Woche hinweist ✨:

Und damit dieser Post nicht zu lang wird, erzähle ich euch beim nächsten Mal, wie ein Update Call meist abläuft und welche Tools genutzt werden, um diese Calls mit 150-350 Nutzern eigentlich ziemlich effizient zu gestalten. 👩‍🚀

Sonntagsprojekt, UI Design, WirVsVirus Hackathon

Der Sonntag hat es noch einmal richtig in sich. Alles läuft auf Hochtouren, um am Abend möglichst viel vorstellen und einreichen zu können. Unser Team erweiterte sich um Robert und Jörg, die sich um das Pitch-Video kümmern und unsere Mentoren Anita und Maria helfen mit ihrem Netzwerk und unterstützen weiterhin dabei, das Business-Konzept zu schärfen.

Den ganzen Tag über bin ich auf fünf Baustellen gleichzeitig unterwegs und um 14.30 Uhr ploppt eine weitere Nachricht auf: „Hi Hannah, kannst du uns JETZT 😉 ein paar schöne Stills von der Seite (Icons, Illus etc. ) schicken zum Upload für die Einreichung.“ So entstehen in 10 Minuten Stills und Teaser und dann geht’s direkt an allen anderen offenen Punkten weiter.

Die Nachricht kam von Christin Martens, Head of Brand & Story bei CollectAI, die zusammen mit Jeannette Gusko, Senior Regional Manager des US-Start-ups Gofundme, unsere Mentorin ist. Die beiden unterstützen uns das ganze Wochenende über rat- und tatkräftig, sind vor allen am Sonntag treibende Kraft in unseren Zoom-Meetings, organisieren mit uns den Elevator Pitch und die Einreichung unseres Devposts, behalten den Überblick, was bis wann und wo gefordert war, bleiben im engen Kontakt mit dem Hackathon-Orga-Team und dem Prototype Fund und fiebern am Ende genau so mit, als unser Video um 18.59 Uhr hochlädt. Eine Minute vor Schluss.

Nach einem Wochenende extremen Durchpowern ist diese Last-Minute-Punktlandung ein besonders spannender Nervenkitzel-Endspurt. Zum Schluss feiern wir gemeinsam in Zoom und lassen alles Revue passieren und ausklingen. Vor allem holen wir alle erstmal tief Luft. Im Hintergrund läuft die Abschlussparty, ein Youtube Live Video des Hackathon und anschließend die Live Party mit dem DJ in Berlin. Was für ein abgefahrenenes Wochenende.

Am Ende der 48 Stunden wurden 1.500 Lösungen von 28.000 Teilnehmern zur Bewertung eingereicht. Die Bewertung wird in der folgenden Woche von 700 Mentor*innen und 100 Mitarbeitenden aus der Bundesregierung durchgeführt. Im Hintergrund wird vom Hackathon-Team an Fördertöpfen, Finanzierung und am Netzwerk zu strategischen Partnern gearbeitet.

Die Woche bis zur Abschlussbewertung kommt mir ewig vor, aber sie ist auch sehr aufregend, weil jeden Tag ein neuer Screenshot oder Link von einem weiteren Newsletter oder Artikel eintrudelt, in dem wir erwähnt werden. Von der Abschlussbewertung und dem großartigem Solution-Enabler-Programm erzähle ich beim nächsten Mal! 🙌

👆 Ayouto Team 👆
Nike Hornbostel | Elmas Özcelik | Brenda M. Wald | Jeannette Gusko
Marie von der Heydt | Christin Martens | Martin Wilmer | Robert Gottschalk
Jörg Klebe | Hannah Rauß | Claudia Zentgraf | Maria-Theresia HallerAnita Möller

👆 Newsletter / Artikel 👆
Otto Group | Impact Hub | enorm magazin | IT-Zoom | Industry of Things | Sein Magazin | Dr. Klaus Reichert

Sonntagsprojekt, UI Design, WirVsVirus Hackathon

Am Samstag steht das finale Layout der Landing Page und der „Termin finden“-Unterseite. Für den MVP nutzen wir erst einmal die fertige Kalender-Library von fullcalender.io, die Martin schnell einbinden kann. Generell ist das Layout von Martin schneller umgesetzt, als man gucken kann. Die wunderschönen Illustrationen sind von Pablo Stanley.

Für den Hackathon ist ein Screencast mit Voice Over gefordert, um den Prototyp vorzustellen. Das übernimmt Elmas und es entsteht dieses tolle Video mit einer Führung durch die Seite:

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