HANNAH RAUẞ

Visual Communication
Designer  |  Hamburg

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hannah @ rauss . net

Unter Menschen / Veranstaltungen, WirVsVirus Hackathon

Genau eine Woche nach dem #WirVsVirus-Hackathon-Wochenende wurden am Sonntag die 20 Projekte vorgestellt, die von der Jury als „besonders relevant und vielversprechend“ bewertet wurden. Ayouto war leider nicht dabei! Najaaaa, nagut! Natürlich wollen wir trotzdem gleich weitermachen! Was aber wirklich schade ist: Auch kein anderes Projekt aus unserer Kategorie „Mental Health“ wurde gekürt, vielleicht lag der Fokus der Jury also nicht gerade auf dieser Thematik. Hier ist die Youtube Playlist mit den Videos der 20 gekürten Projekte.

Was diese 20 Projekte durch die Platzierung gewinnen? Einen Platz im Solution Enabler Programm. Was das genau ist, schreibe ich gleich nochmal genauer. Das spannende ist, dass sich alle 1.480 anderen Projekte, die es nicht unter die Top 20 Projekte geschafft haben, für einen Platz bewerben können. Und eine Woche später dürfen wir dann auch feiern: Wir sind eins von insgesamt 130 Projekten, die Teil des Solution Enabler Programms sind. Der Oberknüller!!

Der erste Solution Enabler Update Call mit 330 Teilnehmer*innen (und Dorothee Bär!):

Der Solution Enabler ist ein Umsetzungsprogramm, um die Projekte bestmöglich zu unterstützen. In Form von wöchentlichen Sprints, Update Calls, Themen-Calls/Workshops und individuellen Coachings werden die Projekte unglaublich gepusht, um sie so schnell und so gut wie möglich auf die Straße zu bringen.

In den wöchentlichen 1,5-stündigen Update-Calls sind Pat*innen mit in den Kleingruppen, die Expert*innen in genau den Handlungsfeldern sind, die das Projekt betreffen und die mit Rat und Netzwerk weiterhelfen. Es wird sich um immer neue Fördertöpfe und Stipendien gekümmert, damit möglichst viele Projekte finanzielle Unterstützung bekommen. Jeder Punkt für sich ist so eine großartige Unterstützung und in der Masse wirkt es sich wie ein Turbo-Boost auf das Projekt aus. Richtig richtig nice, was in diesem Programm seitdem auf die Beine gestellt wurde.

Die Themen-Calls finde ich neben den Update-Calls besonders hilfreich und spannend, denn so leicht (und kostenlos) kommt man ansonsten nicht an die Expert*innen ran, die diese halten. Allen voran „Quantitative Nutzer Interviews / UX mit Google UX Experten“ und „B2B Marketing“ und „Finanzierung (Social Impact Investing / Venture Capital)“. Richtig gut! Hier ein Screenshot aus einem Update-Call, der auf die Themen-Calls/Workshops der kommenden Woche hinweist ✨:

Und damit dieser Post nicht zu lang wird, erzähle ich euch beim nächsten Mal, wie ein Update Call meist abläuft und welche Tools genutzt werden, um diese Calls mit 150-350 Nutzern eigentlich ziemlich effizient zu gestalten. 👩‍🚀

Sonntagsprojekt, Unter Menschen / Veranstaltungen, WirVsVirus Hackathon

Freitag, der 20. März – Start des Hackathons #WirvsVirus

Der Freitagabend begann mit einem Youtube Live Video und einer Einladung zu einem Slack-Workspace. Als ich dort ankam, waren dem Workspace bereits 20.000 User beigetreten und es wurden im Sekundentakt mehr. Am Ende waren wir über 44.000 Leute. Im Browser funktionierte das wohl nicht mehr ganz so flüssig, aber in der App ging es total in Ordnung. Faszinierend.

Neben den offiziellen Channels, wie „0_ankündigungen“, „0_offene_fragen“ und „0_ressourcen“ etc., gab es eine riesige Liste an Channels zu den Projektvorschlägen. Ach ja, die Projektvorschläge. In einer Excel-Tabelle wurden unter 58 Kategorien nochmal jeweils um die 20 vorausgewählten Projektvorschläge bestimmt. Unfassbar viele Projekte. So sah das für nur eine Kategorie aus:

Ich ging die 58 Kategorien durch und schickte meine Vorauswahl an meine Familie im Telegram Chat. Mal sehen, für was sie sich entscheiden würden:

e-Learning: Wie können wir Weiterbildungsmöglichkeiten/Online-Learning anbieten?
Gesellschaftliche Fragen: Wie können wir Corona für die Lösung größerer gesellschaftlicher Fragen nutzen?
Lebensmittel-Matching: Wie können alle BürgerInnen mit Lebensmitteln versorgt werden?
Lokale Unternehmen: Wie können wir lokale Unternehmen fördern und vor der Insolvenz bewahren?
Mental Health: Wie decken wir auch psychologische Betreuung auf digitalem Wege ab?
Verteilung von Helfern: Wie kann eine sinnvolle Verteilung von freiwilligen Helfern ermöglicht werden?

Ok, bei einem großen Bruder, der Kinder- und Jugendpsychotherapeut ist, fiel die Wahl natürlich auf die Kategorie „Mental Health“. Wie alle Kategorien war diese im Slack in mehrere Channel eingeteilt (a, b, c, d. Kein Witz). Pro Channel gab es nochmal jeweils eine eigene Excel Tabelle mit Projekten. Also alle Excel-Tabellen durchschauen und sich in die Projekte reindenken – Möchte ich da mitmachen?

Letztendlich entschied ich mich für das Projekt von ElmasOnline Health Coaching for everyone – Durch Psychologen (Qualifikation) werden Online Coachings angeboten, die von Krankenkassen bezahlt werden“ des Channels „1_018_b_mental_health“. Ähm ja, soweit, so verwirrend. Ein ausschlaggebende Punkt war unter anderem, dass sich nur in dieser Excel-Tabelle des Mental-Health-b-Channels alle mit Namen und Rolle eintrugen. Die Listen der anderen Channel waren so aufgebaut, dass nur die Namen reingeschrieben wurden und ob Melanie, Tobias und Udo noch eine Designerin brauchten, war mir dort nicht so klar.

Ein weiterer großer Vorteil war, dass Nike direkt einen neuen Slack-Workspace aufsetzte und den Link in die Excel-Tabelle hinter unsere Namen setzte. So konnte sich unsere Projektgruppe in einem eigenen kleinen Workspace erstmal finden und organisieren.

Die Orientierung durch die Organisationsstrukturen, das Durchsehen der vielen Excel-Listen, das Einlesen in die unzähligen Projekte, die Channel-Übersicht verstehen und wieder dort durch die Excel-Listen schauen, das alles dauerte seine Zeit und es war schon weit nach 1 Uhr, als klar war, dass ich mein Projekt gefunden habe, an dem ich dieses Wochenende arbeiten würde. Weiter geht’s bald im nächsten Teil!

Unter Menschen / Veranstaltungen

Am Tag des offenen Kopfes an der HAW gab es neben den Möglichkeiten mal eine Gear VR Oculus und eine Google Glass auszuprobieren auch die Gelegenheit dieses großartig kuriose Monstrum Eyesect von The Constitute aufzusetzen. Einfach mal die Augen in die Hände nehmen und sie sich an die Seite des Kopfes (magnetisch) anbappen, oder oben drauf, oder an den Hinterkopf, oder ein Auge vorn und das andere hinten, oder von sich weghalten und sich selbst sehen, oder mit einem Auge um die Ecke gucken und mit dem anderen die Lage abchecken. Mitgebracht und vorgestellt von Julian Adenauer von Sonice Development, neben noch vielen anderen tollen Projekten, schaut euch unbedingt mal deren Portfolio an.

Anderes ganz großes Thema für mich sind ja Big Data Visualisierungen, allein schon berufsbedingt habe ich momentan nur noch Augen für kostenlose Big Data Sets (stellt z. B. die EU auf open-data.europa.eu) und fancyschmancy Riesendiagramme. Ihr kennt sie, diese detailreichen wirren Diagramme, die im Grunde fast ausnahmslos vorallendingen kurz vor unleserlich enden und man sich fragt, was sie überhaupt noch aussagen wollen. Am Dienstag installierte ich mir Processing und scheitere momentan noch kläglich an den wahrscheinlich einfachsten Codezeilen. Aber aufgrund dieser ganzen Thematik war natürlich besonders der Vortrag von Marco Maas spannend für mich, der unter anderem die Re:log Besucherstromanalyse, GEMA versus YouTubes Top 1000, Stasi versus NSA und Prism vorstellte.

Fazit: Super Veranstaltung, tolles Lineup, sehr interessante Vorträge und Vortragende (leider natürlich wie immer ausschließlich Männer), immer passend lange Pausen und ganz viel Technik zum Ausprobieren. Achja, und ein Double Roboter in dem sich Studenten einwählen und dann im Raum herumfahren und Leuten zuwinken, bzw. sie umfahren konnten. Und Helium-Luftballons. Echt gut!

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albumup, Unter Menschen / Veranstaltungen

Letztes Wochenende waren wir auf dem Startup Weekend in Hamburg. Das war super lustig und spannend und so produktiv, was wahrscheinlich zu 90% dem Team geschuldet war, mit dem ich an Pablos Pitch-Idee arbeiten durfte. Und nun folgt eine Beschreibung, nach der es wohl so oder ähnlich oder mit kleinen Abweichungen vonstattenging.

Startup Weekend Hamburg 2015 | noe.io

29. Mai
Freitag

_ 18:45 UHR   Ich fahre mit dem Rad zur U-Bahn-Station, an der ich mit Philipp verabredet bin, dann zum betahaus.
_ 19:00 UHR   Es gibt Pizza. Und ein Spiel mit Tiergeräuschen. Die bei diesem Spiel ermittelten Gruppen bekommen jeweils 2 Worte, um daraus nach 10 Minuten eine Startup-Idee zu pitchen. Zum Beispiel Pokémon & Steuerberater.
_ 20:00 UHR   Jetzt folgen die Vorstellungen der richtigen, etwas ernster gemeinten, sechsundvierzig Pitches.
_ 21:00 UHR   Anhand von selbst beschriebenen Plakaten kann man sich noch mal einen Überblick über die verschiedenen Ideen machen und sich gegebenenfalls mit dem Pitcher austauschen und diesen ausquetschen. Und fragen, ob er/sie vielleicht unter Umständen eventuell einen Designer benötigt. (Gefühlt immer ja.)
_ 21:30 UHR   Teams bilden sich und suchen die noch fehlenden Komponenten des Teams zusammen. Ich finde die Idee besonders spannend, bei der man Trucks mit Einzelschlafplätzen hin- und herkarrt, in die man sich für einen Powernap in der Mittagspause für 10 Minuten einmieten kann. Letztendlich entscheide ich mich aber für das Team, das die hübschesten Teammitglieder hat.
_ 22:00 UHR   Alle suchen sich Räume zum arbeiten, die man das gesamte Wochenende belagern darf.
_ 22:00 UHR   Mit Pablo Heimplatz, dem bekannten Hochzeitsfotografen, und Florian Letsch und Philipp Waldhauer als Frontend und Backend Developer konnte unser Team kaum ausgewogener sein. Wir hätten noch gerne jemanden für’s Marketing gehabt, aber im Grunde sind das Luxusprobleme, wenn man bedenkt, dass andere Teams zum Beispiel ohne Designer antreten mussten.
_ 22:30 UHR   Wir besprechen das Konzept, das Grunddesign, die Funktionen, die USPs, die Marketingstrategien, das Preismodell und suchen, sehr lange, einen Namen.
_ 02:30 UHR   Feierabend. Das Konzept steht, der Name steht, die Domain ist gekauft.

Unser Projekt heißt album up (albumup.com). Es ermöglicht professionellen Fotografen eine schnellere und leichtere Handhabung ihrer Bildergalerien, die sie zur Präsentation ihrer Fotografien an Kunden schicken. Anstatt die Bilder für die Galerie im Browser-Fenster erneut hochladen zu müssen, zieht album up sie direkt aus dem Dropbox-Ordner des Fotografen. Sollten vom Kunden Änderungen gewünscht werden, speichert man die Bilder nach der Bearbeitung einfach wie gewohnt ab und durch die Synchronisation mit Dropbox werden die Änderungen automatisch auch in der Galerie übernommen. Warum man nicht gleich den Link zur Dropbox-Galerie verschickt? Wenn man professionell fotografiert, möchte man seinen Kunden etwas anderes bieten, als eine nicht besonders individuelle Galerie-Darstellung von Dropbox mit quadratischen Vorschaubildern, in denen man nur einen Ausschnitt der wahrscheinlich nicht quadratischen Fotografien sieht. Das eigene Branding der Fotografen steht im Vordergrund und lässt die Galerie auf dem eigenen Internetauftritt einbinden. Und natürlich kann der Fotograf auch ein Passwort für jede Galerie einstellen, das man den Kunden übermitteln kann, damit nur dieser Zugriff auf die Fotos hat. Noch viele mehr nützliche Features sind geplant, Termine zur weiteren Umsetzung stehen auch schon und die Resonanz motiviert uns sehr daran weiterzuarbeiten.

30. Mai
Samstag

_ 09:15 UHR   Wir haben eine kurze Nacht hinter uns. Jetzt gehts ans Eingemachte.
_ 13:00 UHR   Das Layout für die Landing Page steht. Außerdem hat album up einen Twitteraccount @album_up.
_ 14:00 UHR   Unsere Mentoren Christian Häfner, Slaven Marinovic und Simon Meyborg besuchen uns über den Nachmittag verteilt in unserem Raum und halten uns vom Arbeiten ab. Ähm. – geben uns Tipps, verweisen uns an wirklich wertvolle Kontakte (zum Beispiel Menschen, die bei Dropbox arbeiten) und beleuchten unser Konzept von allen Seiten. <3
_ 14:30 UHR   album up hat eine Facebook-Fanpage.
_ 15:00 UHR   Der Online-Fragenkatalog geht an Fotografen in Fotografengruppen/-foren raus.
_ 17:00 UHR   Das Backend steht.
_ 18:00 UHR   Auch das Layout für die Übersicht-Seite und die Galerie stehen zur Umsetzung bereit, juhu!
_ 19:00 UHR   Die Hälfte unseres Teams macht eine 4-stündige Pause auf dem Farin Urlaub Konzert.
_ 23:00 UHR   Und wieder zurück, zum weiterwerkeln bereit. Jetzt geht es darum, das Frontend dem Layout näherzubringen. Mehr Abstand, mehr Abstand, mehr Abstand, weniger Abstand. Ok!
_ 02:00 UHR   Zur späten Stunde noch die Texte für die Landing Page schreiben.
_ 03:30 UHR   album up ist online. Wow, wir haben wirklich unser Tagesziel erreicht.

31. Mai
Sonntag

_ 11:00 UHR   Etwas später und etwas wacher sind wir zurück im betahaus. Unser Ziel für heute: album up soll bis zur Präsentation mit allen Funktionen ausgestattet sein. Gleichzeitig brauchen wir noch die Folien für die Präsentation.
_ 13:00 UHR   Die Generalprobe unseres Pitches vor dem swHH15-Team läuft reibungslos und überraschenderweise nahezu ohne Kritikpunkte, obwohl die Präsentation des vor uns präsentierenden Teams ziemlich auseinander genommen wurde und wir unsere Folien (PDF, 10 MB) in zwei Stunden hingeklöppelt haben. Und das neben unserem eigentlichen Hauptziel; der Fertigstellung eines funktionierenden album up.
_ 16:55 UHR   album up ist tuttikomplettifertig und ausprobierbereit auf albumup.com/try. Yeahyeahyeah!
_ 17:00 UHR   Alle versammeln sich zu den Abschlusspräsentationen. Aber erst gibt es noch Vorträge von Coaches, anderen Startupern und es wird ein Stimmungsbild erzeugt mittels Papier zerknüllen und auf die Bühne werfen. Hm.
_ 18:00 UHR   Die Präsentationen beginnen. Die ersten 10 Pitches werden vorgestellt, dann ist 10 Minuten Pause und es folgen die restlichen 8 Pitches.
_ 20:00 UHR   Es ist soweit. Als Zweitletztes sind wir jetzt an der Reihe. Nur drei Minuten darf Pablo pitchen, und weitere drei Minuten darf die Jury uns Fragen stellen. Und dann ist der Pitch auch schon wieder vorbei.
_ 20:30 UHR   Die Jury berät sich 15 Minuten und kürt die Sieger. #winneroverall Pendula, #bestpitch Peoplesay, #bestdesign Nachbarthek. Und, wenn ihr mich fragt, #bestteam album up. <3

Falls ihr jetzt noch etwas in die Stimmung auf dem Startup-Weekend reinlauschen möchtet, bietet sich dazu die neue uswief-Folge von Florian und Philipp an, in der es einige akustische Teilausschnitte des Wochenendes zum anhören gibt. Viel Spaß! Und wenn ihr die Möglichkeit habt, meldet euch auf jeden Fall auch mal bei so einem Startup-Wasauchimmer in eurer Nähe an. War echt gut und ist sehr empfehlenswert!

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